Heute war es dann endlich soweit. Der erste Tag an dem ich und meine Kollegen hier bei Schenker of Canada Ltd. Arbeiten würden. Für mich begann dieser Tag um 6 und nach einigem hin und her standen wir doch im 7:25 pünktlich an der Haltestelle… Weniger pünktlich war allerdings der Bus. Aber davor hatte man uns ja bereits gewarnt. So nahmen wir es mehr oder weniger gelassen und warteten geduldig. Knappe zehn Minuten später kam dann ein Bus und brachte uns zum Citycenter, das wir ja gestern schon gesehen hatten. Dort mussten wir umsteigen…
Faszinierend war dabei vor allem die Erkenntnis, dass die Kanadier das Schlange stehen ebenso gut beherrschen, wie man es den Engländern nachsagt. An einer Haltestelle fuhren zwei oder drei Busse ab und dementsprechend gab es drei Schlangen… Lange Schlangen. Für jeden Bus eine. Und wenn man schon in einem fremden Land ist, was tut man da? Man versucht es den einheimischen gleich zu tun. Deshalb stellten wir uns in die Schlange für unseren Bus. Aber wenn das Schlange stehen mich schon verwundert hatte, dann sollte das, was ich beim Einsteigen erlebte dies noch toppen.
Ganz ehrlich, davon könnten wir in Deutschland uns mal eine Scheibe abschneiden. Ordentlich und diszipliniert(!) stieg einer nach dem anderen in den Bus, zeigte die Fahrkarte und ging dann nach Hinten durch. Jeder soweit es eben ging. Ohne Stress, ohne Gedrängel… beeindruckend, wenn man sich die Busse bei uns mal ansieht… ;)
Nachdem wir also in den Bus eingestiegen waren, der uns zur Arbeit bringen sollte konnten wir uns erst einmal ne gute dreiviertel Stunde zurücklehnen. Und das wird uns ab jetzt jeden Morgen und Abend bevorstehen… Mit der Ausnahme, das wir jetzt wissen, wo wir aussteigen müssen. Heute Morgen mussten wir da nämlich ganz schön aufpassen…, denn wir mussten ja noch die richtige Haltestelle zum Aussteigen finden.
Hier in Mississauga / Toronto ist das nämlich gar nicht so einfach. Es ist so, dass an den Bushaltestellen in der Regel weder der Name der Haltestelle, noch ein Abfahrtsplan steht. In der Regel sieht man nur eine Nummer und den Namen der nächsten Station. Manchmal hat man Pech und die Haltestelle, die man sucht ist nicht mehr als ein Pfahl mit einem Aufkleber. Und wie das immer so ist, gehört auch die Haltestelle, an der wir immer aussteigen müssen, zu eben jener Sorte…
Nichts desto trotz stiegen wir bei der richtigen Haltestelle aus und erreichten unser Ziel sogar noch überpünktlich. Wir betraten das Gebäude und sobald wir erwähnt hatten, das wir die neuen Interns aus Germany sind wurden wir überaus freundlich aufgenommen…
Hier sei auch zu erwähnen, dass eben diese freundliche Art der Kanadier wirklich faszinierend ist. Die Leute kommen von sich aus zu einem, um sich vorzustellen und mit dir zu sprechen und fast alle erkunden sich auch erst einmal, wie es einem in Kanada gefällt und wie man die Leute hier findet. Alle sind wirklich höflich, aber nicht in dieser hochgestochenen Art, die Leute sind offen und man bekommt halt sehr schnell das Gefühl dazu zu gehören. Egal wo man herkommt, wo man gerade ist, etc… Auch ist mir aufgefallen, dass zumindest die Leute bei Schenker auch während der Arbeit viel reden, nicht nur über die Arbeit, auch über Hobbys, privates, alltägliche Erlebnisse…
Aber zurück zu unserem ersten Arbeitstag… Zunächst wurden wir von Darrel herumgeführt und schon einigen Leuten vorgestellt. Er zeigte uns auch unsere zukünftigen Arbeitsplätze, zeigte uns, wo wir unsere Mittagspausen verbringen können, etc.
Im Anschluss daran trafen wir Adei Sarabi. Er ist Teamleader für den Helpdesk. Hauptsächlich werden die drei Jungs mit ihm zusammenarbeiten, aber er ist unsere ‚Person in charge‘. Die drei Fachinformatiker werden direkt beim Helpdesk eingesetzt und werden verschiedene Tätigkeiten dort nachgehen. Adei erklärte uns in diesem Zusammenhang die Systeme, mit denen wir arbeiten werden. Ich selbst werde im Bereich Administration eingesetzt, werde wie die Jungs auch Tickets bearbeiten, allerdings jene, die sogenannte Purchase Requests sind. Dementsprechend bin ich dem Manager der Abteilung, Rowell Ong zugeteilt. Aber dazu später mehr.
Denn erst einmal hieß es nun Mittagessen… Und erneut stellte ich fest, wie zuvorkommend die Kanadier sind… Adei bot uns großzügiger weise an, uns mit dem Auto zum Essen zu fahren. Und das tat er auch. Also ging‘s zu Subway und er wartete auch auf uns, bis wir alle unser Essen hatten, damit wir nicht zurücklaufen müssten, da es nach Regen aussah… Rowell erklärte uns, nachdem wir zurück waren dann auch, dass es ganz normal und durchaus okay sei, dass uns Kollegen mitnehmen, wenn sie zum Essen fahren..: nun, man wird sehen…
Nach der Mittagspause traf ich mich mit Rowell, der mich noch weiter herumführte und mich noch einigen Leuten vorstellte, mit denen ich im Laufe der folgenden Wochen öfter zusammen arbeiten würde. Dann erklärte er mir wie Purchase Requests zu bearbeiten sind, je nachdem, was noch zu tun ist. Letztlich druckte er mir drei davon aus, mit denen ich mich den Rest des Tages befassen würde.
Ich schrieb also einige Emails an die Personen, die verantwortlich für den jeweiligen Request sind, fragte nach dem Status, ob die Artikel ausgeliefert wurden, solche Sachen halt. Etwa eine Stunde vor Feierabend bat mich Cathy – die nette Dame vom Empfang – noch ihr auszuhelfen und so setzte ich mich noch für eine Stunde ins Foyer und bekam dort viele Gelegenheiten mit den Leuten zu sprechen die im Gebäude arbeiten. Alles in allem für mich also ein sehr Ereignisreicher Tag…
Kurz vor 17 Uhr hat uns Darrel dann auch erlaubt zu gehen, damit wir unseren Bus bekommen würden… Allerdings hatte dieser – Oh Wunder – Verspätung… Dies gab uns aber wiederum die Gelegenheit etwas sehr unterhaltsames zu beobachten. Auf einem der großen Grasstreifen neben dem Gebäude von Schenker schien eine Gänsefamilie zu leben… Und diese dachte sich scheinbar, sie könnte ja mal die Straße überqueren..: Aber wieso fliegen, wenn man Laufen konnte? So watschelten die Gänse – natürlich im Gänsemarsch – über die Straße und hielten den Verkehr auf, ließen sich von den hupenden Autos aber überhaupt nicht aus dem Konzept bringen, nur um sich kurz bevor sie die andere Seite der Straße erreichten zu überlegen, dass sie doch nicht hinüber wollten. So ging das ganze also auch noch wieder zurück. Alles in allem ein wirklich komischer Anblick, zumal diese Tiere das ein paar Mal gemacht haben =)
Die Rückfahrt verlief ereignislos. Allerdings beschlossen Pierre und ich noch zwei Stationen weiter zu fahren und uns einmal den anderen Supermarkt anzusehen, den man uns empfohlen hatte… Und wer hätte es gedacht? Dieser ist wesentlich günstiger als Walmart und näher dran… Dementsprechend…
Solltet ihr einmal in Mississauga Lebensmittel einkaufen wollen, geht zum NoFrills ;)
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sorry entweder bin ich zu dümm oder es liegt echt daran das ich in einer anderen Branche arbeite.
AntwortenLöschen"Helpdesk" was ist das oder bedeutet das?
"Person in charge" was macht die und was bedeuett der name überhaupt?
"Purchase Requests" ?
und zu dne rest... naja einiges ist schon seltsamm aber anders ist für mich zb total normal Oo aber naj aes heist ja so schön anderes land ander sitten^^
Bist du sicher das das Gänse und nicht Enten waren?Mit einem Foto hätten wir dir weiterhelfen können. Hab einen schönen Tag *)
AntwortenLöschenEcht genial das ihr da so herzlich aufgenommen werdet. *smile*
AntwortenLöschenSchön das der erste Tag so toll für
dich verlaufen ist ^.^
Pass schön auf dich auf! hab dich lieb Schatzü *kisu*
Annika
albeit not in a position Schenker, picture-link example of "Canada Goose Crossing
AntwortenLöschenWould have been good to meet you during your stay with us YYZ Anna Schenker
Cheers.
Alex
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/7/7f/LS_geese.jpg